Köhler, zum 23.


AEN`s Beruferaten

während der Köhler darauf achten muss durch Regelung des Windzugs (durch Aufstechen und Wiederverschließen von kleinen Löchern) den Meiler weder erlöschen noch in hellen Flammen aufgehen zu lassen, so muß er heute darauf achten, nicht durch Aufstechen und Wiederverschließen mit kleinen Löchern, den Meiler BRD in Flammen aufgehen zu lassen.

In früheren Zeiten führten Köhler ein karges, einsames Leben. Wegen der ständigen Pflicht, den Meiler auf der richtigen Temperatur zu halten, kann davon ausgegangen werden, dass Angstzustände, Schlafmangel und Brandnarben zum Berufsbild gehörten.

In heutigen Zeiten führt der Köhler ein Vorstandsleben im Schloße und muß als Köhler darauf achten, wegen der ständigen Pflicht, nicht erneut in Angstzustände und Schlafmangel zu erstarren, was zum Berufsbild des Brandnarbers gehören könnte.

Noch bis ins 20. Jahrhundert benutzten Köhler in abgelegenen Gegenden, wie etwa im Harz und im Thüringer Wald, so genannte Hillebillen (tönende Buchenholzbretter) als Alarm- und Informationsinstrument. An diese Zeiten erinnert noch heute der Name eines Höhenzugs im Harz, der „Hillebille“ genannt wird.

In der heutigen Zeit wird die Tradition dieses alten Handwerkes zum großen Teil von Vereinen aufrecht erhalten. Die bekanntesten sind der Europäische Köhlerverein und der Köhlerverein Glasofen sowie die Köhler GmbH BRD. In abgelegenen BRD-Gebieten, den sogenannten Hillibilly`s, sind tönernde Brettöne, als Betörungs- und Sireneninstrument wieder bekannt. Man benennt diese tönernen Musiken auch des „horst ens Tonmanufactoring“.

Welcher Beruf ist hier hinterfragt. Der Kandidat hat 100 Punkt.
AEN freut sich auf die Auflösungsvorschläge und –Einreichungen.



03.01.2009 Alfine E. Neufrau`s Neujahrsgrüße:

Dein Beitrag ist nur zu bestätigen. Nichts hat sich wirklich verändert und die Worte von Wolfgang Neuss als Beispiel könnten heute ebenso aktuell sein wie vor ja 35-40 ? Jahren. Ich hab den Neuss noch gut in Erinnerung...später dann auch als kiffenden Althippi im TV in einem Abbruchhaus lebend gesehen. Mir kam er vor wie ein unendlich resignierender Mensch, der schon damals wohl darüber im Klaren war, dass sich nichts, aber auch gar nichts wirklich an den Verhältnissen ändern wird.
Ein toller Beitrag von Dir.
Übrigens, auch von mir ein gutes 2009, voller Turbulenzen, so gut das immer auch gehen mag.
GuenniF.